30. April 2018

Vision 2030 - eine Region startet durch!

In eineinhalb Jahren soll der Masterplan für die Region fertig gestellt sein. Konkrete Projekte sollen dann am Tischen liegen.
Die Herausforderungen der Zukunft sind groß. Wichtige Weichenstellungen müssen getroffen werden, damit die Moststrasse und der Zentralraum Amstetten auch 2030 zu den attraktiven und erfolgreichen Regionen Österreichs gehört.
Deshalb haben die LEADER Region Tourismusverband Moststrasse, die Stadt Amstetten, das Landesklinikum Mauer, die Remise im Quartier A und die beiden Kleinregionen Ostarrichi-Mostland und Donau-Ybbsfeld beschlossen, nach innovativen Konzepten für die Zukunft zu suchen.
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Mit dem Start der Arbeitsgruppe „Mobilität“ wurde ein zentrales Thema in Angriff genommen. Günther Sterlike (Projektleiter Quartier A) ist Mitglied des Steuerungsgremiums von „Vision 2030“: „Unsere Welt macht einen rasanten Wandel durch. Die Art wie wir uns bewegen und reisen, wird sich nachhaltig ändern. Ob Elektromobilität, Arbeiten während der Bahnfahrt, autonomes Fahren oder Radfahren, vieles davon wird schon in den nächsten Jahren unser Leben verändern. Wir wollen gemeinsam über Unternehmens- und Gemeindegrenzen hinweg diese Entwicklung positiv steuern!“

Die Remise und das Bahnhofsareal in Amstetten, das „Quartier A“ zählen zu den großen Entwicklungsgebieten der Region. Auch hier soll die „Vision 2030“ zielgerichtet und zukunftsorientiert steuern. Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner sieht im laufenden Visionsprozess eine große Chance: „Wohnen, Arbeiten aber auch die Natur und der Freiraum unterliegen einem Wandel.  Mit den Arbeitsgruppen der Vision 2030 wird es uns gelingen unsere Heimat für die nächste Generation gut aufzustellen. Ob es um die Senioren geht, um die Kinder oder die Jugend: die Herausforderungen einer globalen und digitalisierten Welt sind groß, aber wir haben eine gute Chance, weiterhin zu den attraktivsten Regionen zu gehören!“

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Region ist die starke Wirtschaft mit zahlreichen Marktführern und innovativen Vorreitern. LAbg. Michaela Hinterholzer setzt als Sprecherin der Kleinregion Ostarrichi Mostland und Obfrau der LEADER Region Moststrasse auf Kooperation: „Wir haben die einmalige Chance wichtige Leitpflöcke für die Zukunft einzuschlagen. Dies kann uns gelingen, wenn wir über Partei- und Gemeindegrenzen hinweg mutig für die Zukunft planen. Gerade Arbeitsplätze und Unternehmen sind von zentraler Bedeutung. Da braucht es ein gutes Umfeld, Entwicklungsmöglichkeiten, Entscheidungsfreude und Mut. Ich glaube, dass wir es jetzt gemeinsam schaffen können!“

Neben der Wirtschaft ist die Gesundheit das prägende Element der Region. Zwei Krankenhäuser, zahlreiche Ärzte, therapeutische Einrichtungen und Ausbildungszentren machen die Region zu einem „Gesundheits – Cluster“. Andreas Krauter, Regionalmanager  NÖ Landeskliniken sieht für das Mostviertel große Chancen aber auch Herausforderungen: „Wir haben sehr große Potentiale in der Region und insbesondere mit dem Landesklinikum Mauer einen Standort, der zu einem österreichischen Kompetenzzentrum für psychische Gesundheit werden soll. Aber es gibt auch viele Aufgaben, um zukunftsfit zu werden: die Pflege ist ein großes Thema, die Versorgung mit Allgemeinmedizinern und die Gesundheitsvorsorge. Dies betrifft im Besonderen Kinder und junge Menschen. Hier wollen wir zu einer Vorzeigeregion werden!“

Ein zentrales Thema, das die Entwicklung einer Region beeinflusst ist die Bildung. Ausreichende Fachkräfte, Experten und Know – how sind der Wohlstandsmotor einer Region. Johannes Pressl, Sprecher der Kleinregion Donau – Ybbsfeld liegt gerade dieses Thema besonders am Herzen: „Wir müssen uns aktiv um die Bildung in der Region kümmern. Das betrifft das Attraktiveren der Lehre ebenso, wie gute technische Ausbildungen. So wie sich die Wirtschaft ändert, werden sich auch Schulen und Ausbildungen ändern. Flexibilität und Qualität müssen in der Entwicklung Hand in Hand gehen. Auch hier können wir nur gemeinsam erfolgreich sein – über Gemeindegrenzen hinweg!“

Das Projekt Vision 2030 organisiert Arbeitsgruppen zu den sechs Themen: Gesundheit, Wirtschaft, Bildung, Freiraum, Wohnen und Mobilität. In den Arbeitsgruppen sind Vertreter der Gemeinden, der Wirtschaft und von zahlreichen Institutionen aktiv.
Die Gemeinden werden regelmäßig über die Fortschritte und Entwicklungen der Arbeitsgruppen informiert.  Mitte 2019 soll ein fertiges Regionskonzept mit konkreten Zielvorgaben und Projekten stehen.
Parallel werden die Inhalte der Arbeitsgruppen in einen neuen Raumordnungsplan eingearbeitet.