07. August 2018

Die Römer sind wieder da

Am 6. August wurde in Ardagger ein von der Universität Erlangen-Nürnberg rekonstruiertes, römisches Patrouillenboot zu Wasser gelassen.
vlnr: Bgm. Johannes Pressl, Moststraße-Obfrau LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer, Moststraße-Geschäftsführer Christian Haberhauer, Prof. Boris Dreyer (Universität Erlangen-Nürnberg) vlnr: Bgm. Johannes Pressl, Moststraße-Obfrau LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer, Moststraße-Geschäftsführer Christian Haberhauer, Prof. Boris Dreyer (Universität Erlangen-Nürnberg)
Unter großem Medieninteresse und im Beisein vieler Interessierter, wurde ein von der Universität Erlangen-Nürnberg rekonstruiertes, römisches Patrouillenboot in Ardagger zu Wasser gelassen. Prof. Boris Dreyer, der Leiter dieses Projektes, gab einen kurzen Überblick über das Projekt, das zum 275. Geburtstag der Universität ins Leben gerufen wurde: „Die Schiffsbautechnik von damals war schon sehr weit. So entspricht etwa die Nut- und Federbauweise im Wesentlichen der noch heute modernen Holzbootbauweise.“ Durch den geringen Wasserwiderstand könne das Boot bis zu 6 Knoten schnell fahren und war zur damaligen Zeit perfekt als Patrouillen- und Geleitzugboot entlang der Donau geeignet. Als Vorbild für den Nachbau der Studenten dienten zwei römische Wracks, die in den 1990er-Jahren in der Nähe von Ingolstadt gefunden wurden und aus der Zeit um 100 n. Chr. stammen.

Bis zum Schwarzen Meer
Das 16 Meter lange und 2,7 Meter breite Boot wurde von der MARINA Raderbauer in die Donau gehoben. Anschließend konnten Interessierte bei einer Besichtigung nachfühlen, wie es sich als römischer Soldat auf einem Patrouillenboot angefühlt haben musste. Auch Moststraße-Obfrau LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer und Bgm. Johannes Pressl schlüpften im wahrsten Sinne des Wortes kurz in die Rolle von römischen Soldaten und überzeugten sich von der immer noch beeindruckenden römischen Schiffsbautechnik. Anschließend legten sie gemeinsam mit 20 Ruderern der Firma HEITEC und einigen Medienvertretern flussabwärts Richtung Grein ab. Das Boot wird im weiteren Verlauf entlang ehemaliger Römerstützpunkte bis zum Schwarzen Meer fahren. Der Bootsstopp in Ardagger wurde vom Technologieunternehmen HEITEC, das in Ardagger einen Standort hat, ermöglicht.


Fotos: Moststraße/Tanzer und CleanHill Studios